Unser Hof

Unser Storchenhof ist ein in dritter Generation geführter Familienbetrieb. Seit 2019 wird der Hof von mir, Oliver Matthes, geführt. Unterstützt werde ich dabei vom Altenteiler, meinen Eltern, Friedhelm und Annelies Matthes, sowie den Auszubildenen und zwei Mitarbeitern. Ebenfalls auf dem Hof leben meine Frau und unsere zwei Söhne, die mich ebenfalls tatkräftig unterstützen. Darüber hinaus haben wir noch zwei tierische Mitarbeiter, Australian Shepherd Benno und Kater Carlo. Zu finden ist unser Storchenhof nahe der Oste am Rande der schönen Stadt Hemmoor, im Ortsteil Basbeck. Wir sind bereits seit 1991 als Bio-Betrieb anerkannt und wirtschaften seit 1998 aus Überzeugung nach den Demeter Richtlinien. Unser Hauptaugenmerk liegt auf dem Wohlergehen und der artgerechten Haltung unserer Milchkühe samt Nachzucht. Alle Kühe dürfen bei uns ihre Hörner behalten und haben von Mai bis Oktober Zugang zu den saftigen Weiden des Ostelandes. Wir setzen auf eine schonende Aufzucht und Haltung unserer Tiere.

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Geschichte des Hofes

Die Geschichte des Hofes und der umliegenden Ländereien reicht bis in Anfang 1400 zurück. Otto und Ahrend von Stade verkauften den Betrieb 1424 an die Kirche in Lamstedt. Die bis zur Auslösung im Jahre 1873 als Gutsherr fungierte. Dann wurde der Hof von einem Dohrmann übernommen, der vorher schon als Meier (Pächter) auf dem Betrieb gewesen war. Das weitreichende Anwesen wurde durch die Planung und den späteren Bau der Landstraße, jetzige B73, zerschnitten. Durch Vererbung ergab es sich dann, dass der Betrieb geteilt wurde. Anfang 1900 war der Hofbesitzer des einen Hofes Claus Dohrmann, der verheiratet war mit Elise Margarete Schlichtmann. 1948 übernahm mein Großvater, Hinrich Dohrmann, diesen Hof mit einer Größe von 19,36ha von seinem Vater. Der andere Hof (heutige Hofstelle) hatte sich ebenfalls im Familienbesitz der Linie Dohrmann befunden. Das Wohnhaus wurde 1885 erbaut. Der letzte Besitzer, Jürgen Dohrmann, hatte keine Nachkommen und übergab den Besitz an seinen Neffen, Heinrich Schlichtmann. Danach wurde dessen jüngster Sohn Christel Hoferbe und bewirtschaftete den Hof bis 1973. Da Christel ebenfalls keine Nachkommen hatte, verkaufte er den Hof an meinen Großvater. Durch diesen (Ver-) Kauf erfolgte eine Wiedervereinigung der Dohrmannschen Ländereien. Anschließend betrug die Betriebsgröße 30,52ha. 1976 heirateten meine Eltern, Friedrich-Wilhelm Matthes und Annelies Matthes, geb. Dohrmann. Anschließend bewirt-schafteten sie den Hof gemeinsam. 1985 übergab mein Großvater den Betrieb an meine Eltern. Der Betrieb wurde aufgestockt und umgebaut und schließlich wagten meine Eltern 1991 die Umstellung vom konventionellen auf ökologischen Landbau. Im weiteren Verlauf bauten meine Eltern eine Direktvermarktung der Milch auf, die sie ab 1998 nach Demeter-Richtlinien erzeugten. Nicht selbstvermarktete Milch konnte ab 1995 als Bio-Milch an die Molkerei Söbbeke verkauft werden. Noch heute wird unsere Milch durch diese Molkerei verarbeitet. Ich selbst habe mich zunächst für eine außerbetriebliche Lehre und einige Berufsjahre als Zerspanungsmechaniker entschieden, bevor ich 2006 dann doch die Landwirtschaftliche Ausbildung für mich in Betracht gezogen habe, mit dem Ziel den elterlichen Betrieb zu übernehmen. 2010 konnte ein kompletter Betrieb aus der Nachbarschaft übernommen werden. Aufgrund der damit verbundenen Mehrarbeit wurde die Direktvermarktung nach 20 Jahren eingestellt. Beide Betriebszweige zufriedenstellend zu führen, wurde zu aufwendig. 2019 übernahm ich die Betriebsführung von meinen Eltern. Seit Herbst 2021 bauen wir die Direktvermarktung unseres (Färsen-) Fleisches auf bzw. aus.

Betriebsspiegel

Landwirtschaftlicher Betrieb mit Milchviehhaltung und Futterbau

 

Bewirtschaftungsform :

Biologisch Dynamisch

Milchkühe:

120

Jungvieh:

120

Rasse Fleckvieh/Kreuzung

 

Landwirtschaftliche Bewirtschaftungsfläche 130ha

 

Grünland :

65ha

Ackerland:

55ha

Durchschnittliche Flächengöße:

3.2ha

Die Fruchtfolge ist Kleegras, Mais, Getreide/Leguminose

 

Bodenpunkte:

30-75

Durchschnittlicher Jahresniederschlag:

750mm

 

 

 

 

Die Flächenstruktur ist aufwändig, weil diese mit Grüppen durchzogen sind. Dadurch kann die Schlagkraft der Maschinen nicht voll ausgenutzt werden. Deshalb führen wir fast alle Feldarbeiten in eigen Mechanisierung durch.